Linol
Linoldruck: Alles, was Sie für Linolschnitte brauchen
Der Linoldruck ist ein sehr altes Druckverfahren, das aktuell ein kleines Revival feiert. Die derzeitige Retro-Welle verhilft dem Linoldruck zu einem neuen, stylishen Auftritt – und die DIY-Szene ist begeistert. Schließlich ist Linoldruck unglaublich vielseitig und die Technik lässt sich sehr schnell erlernen. Alles, was Sie brauchen, um direkt Ihren ersten Linolschnitt anzufertigen, finden Sie bei uns. Haben Sie schon Motivideen?
Was ist Linoldruck?
Beim Linoldruck oder Linolschnitt handelt es sich um eine traditionelle Drucktechnik. Genauer gesagt gehört der Linoldruck zu den Hochdruckverfahren. Das liegt daran, dass das Motiv auf der Druckplatte erhaben ist. Die Teile, die nicht abgedruckt werden, sind hingegen vertieft. Der Linoldruck funktioniert also so ähnlich wie ein Stempel.
Inspiration: Viele berühmte Künstler wie zum Beispiel Pablo Picasso oder Henri Matisse haben mit dem Linoldruck gearbeitet. Das fertige Bild nennt man übrigens, genauso wie die fertige Druckplatte, Linolschnitt.
Wie funktioniert Linoldruck?
Einen Linolschnitt anzufertigen, ist eigentlich ganz einfach. Kein Wunder, dass sogar Kids dieses abwechslungsreiche Kreativverfahren lieben. Wir erklären die Methode Schritt für Schritt:
- Zuerst wird ein Motiv ausgewählt und spiegelverkehrt auf die Linoleumplatte übertragen.
- Anschließend werden alle Teile, die später nicht gedruckt werden sollen, entfernt. Das erledigt man am besten mit einem Linolschnitt-Werkzeug, mit dem man das überflüssige Material einfach wegschneidet.
- Danach werden die erhabenen Motivteile mit Farbe überwalzt. Dafür nutzt man ganz einfach eine Linolwalze, wie Sie in unserem Sortiment bestellt werden kann.
- Zu guter Letzt wird die Linolplatte auf das Bedruckmaterial gelegt, gut angedrückt und dann vorsichtig wieder abgehoben. Das Motiv ist nun auf dem Bedruckmaterial verewigt.
Tipp: Linolschnitte lassen sich theoretisch mehrfach verwenden. Allerdings sollte man sehr vorsichtig mit fertigen Druckplatten umgehen, weil diese weich sind und sich abnutzen.
Was kann man mit einem Linolschnitt machen?
Abhängig von den Farben, die für den Linoldruck verwendet werden, lassen sich praktisch unendlich viele Ideen mit Linoldruck verwirklichen. Ein paar Beispiele haben wir natürlich parat:
- Grußkarten, Flyer und andere Designs auf Papier gestalten
- Wandbilder in verschiedenen Formaten kreieren
- Dekoobjekte veredeln
- Textilien wie Taschen & Beutel individualisieren
Was braucht man für Linolschnitte?
Die Liste an Materialien, die für die Umsetzung eigener Linoldruck-Ideen benötigt werden, ist glücklicherweise sehr kurz. Und natürlich können Sie alles bequem online bei uns bestellen. Folgende Materialien sollten Sie für ein vollständiges Linoldruck-Set zu Hause haben:
- Linoleumplatten (am besten in verschiedenen Größen)
- Linolschnittwerkzeug (plus am besten direkt passende Ersatzmesser)
- Linolwalze
- Schnitzblockhalter (für unkompliziertes Arbeiten)
Linoldruck für Anfänger – einfache Motive und Techniken
Sie möchten sich selbst einmal mit dem Linolschnitt-Werkzeug in der Hand ausprobieren und einen eigenen Linoldruck anfertigen? Zum Glück gibt es tausend Ideen, die auch für Anfänger ideal sind. Wir inspirieren Sie mit ein paar Vorschlägen für Linoldruck-Motive:
- Blumen
- Landschaften
- Tiere
- Menschen
- Geometrische Formen
- Schriftzüge
Unser Tipp: Machen Sie es sich für den Anfang nicht zu schwer. Je filigraner ein Motiv ist, umso herausfordernder ist es in der Ausarbeitung. Linolplatten lassen sich zwar sehr leicht bearbeiten, die etwas grobkörnige Struktur erfordert jedoch ein wenig Fingerspitzengefühl. Am besten Sie probieren es als Anfänger im Linoldruck mit den folgenden Techniken aus:
- Weißlinienschnitt: Die Umrisse des Motivs werden als Linien in die Platten geschnitten. Beim Druck bleiben diese weiß, die Flächen des Motivs werden hingegen farbig gedruckt.
- Schwarzlinienschnitt: Beim Bearbeiten der Linoleumplatte bleiben nur die Umrisse stehen. Diese werden anschließend farbig gedruckt, während die Innenflächen des Motivs weiß bleiben.
- Weißflächenschnitt: Neben den Umrissen werden größere Teile der Innenflächen des Motivs in die Platte eingeschnitten. Diese erscheinen beim Druck als weiße Flächen.
- Schwarzflächenschnitt: Neben den Umrissen bleiben Teile der Motivinnenflächen stehen. Diese werden beim Druck ebenfalls farbig.
Linoldruck mit Kindern
Eigene Linoldruck-Ideen verwirklichen – dieses DIY-Projekt macht auch Kindern Spaß. Allerdings sollten jüngere Kinder nicht ohne Aufsicht mit den Linolschnitt-Werkzeugen hantieren. Zudem ist die Motivauswahl an die motorischen Fähigkeiten des Kindes anzupassen. Unter diesen Voraussetzungen wird das neue kreative Hobby schnell zur beliebten Familien-DIY-Aktivität.
Linoldruck-Set zusammenstellen: Verwirklichen Sie Ihre Linoldruck-Ideen
Wenn Sie sich selbst ein Linoldruck-Set zusammenstellen möchten, finden Sie in unserem Shop alles, was Sie dafür brauchen. Und auch für geübte Linolschnitt-Profis bietet unser Angebot mit Linolplatten in verschiedenen Größen, Ersatzmessern für Linolschnitt-Werkzeuge und vor allem Papier, Stoffen und Farben jede Menge Auswahl für zukünftige Projekte. Lassen Sie Ihrer Kreativität und Fantasie freien Lauf – wir unterstützen Sie gern mit unserem Angebot dabei.
Ja, Linoldruck auf Stoff ist möglich und sogar sehr beliebt. Allerdings sollte hierfür spezielle Textilfarbe verwendet werden. Außerdem muss der Stoff beim Bedrucken gut gespannt sein. Abhängig von der Wahl der Textilfarbe sollte das Motiv anschließend noch mit Hitze fixiert werden. Achten Sie bei Linoldruck auf T-Shirts, Taschen und Co. außerdem auf die Pflegehinweise von Farbe und Stoff, damit das Druckmotiv möglichst lange hält.
Besonders geeignet ist strukturarmes und saugfähiges Papier, weil dieses die Druckfarbe optimal aufnimmt. Alternativ kann aber auch normales Zeichenpapier oder Karton verwendet werden. Darüber hinaus lässt sich Linoldruck auf vielen weiteren Bedruckmaterialien anwenden.
Für den Linoldruck braucht man nur wenige Materialien und Vorkenntnisse. Mit etwas Übung und einigen Probeschnitten haben auch Anfänger in der Regel schnell den Dreh raus. Im Vergleich zu anderen Drucktechniken wie zum Beispiel Holzschnitt wird Linoldruck oft als einfacher eingestuft, weil sich die Linolplatten leichter schneiden lassen.
Es gibt spezielle Linoldruckfarben auf Wasser- oder Öl-Basis. Alternativ lassen sich aber auch Acrylfarben verwenden. Diese sollten gut deckend sein und eine hohe Farbbrillanz aufweisen. Für Anfänger können auch Wasser- oder Aquarellfarben empfohlen werden. Hier ist jedoch zu beachten, dass diese nicht für die Anwendung auf allen Materialien geeignet sind.